| Von der Förderung der Ampel profitieren

Von der Förderung der Ampel profitieren


Bei der neuen Koalition genießt der Umwelt- und Klimaschutz höchste Priorität, das Thema „Erneuerbare Energien“ rangiert weit oben. Und die in Berlin diskutierten Pläne lassen bei so manchem Hausbesitzer und Immobilienkäufer bereits die Alarmglocken schrillen, denn eine Sanierung im Sinne des Umweltschutzes bedeutet auch immer, dass man Geld in die Hand nehmen muss. Höchste Zeit also, sich auch um die sich bietenden Chancen zu kümmern, die in den Plänen stecken.

Bereits in den kommenden Monaten soll das Klimaschutz-Sofortprogramm auf den Weg gebracht werden. Es umfasst unter anderem eine deutschlandweite Solarpflicht: Auf jedem neu gebauten Haus muss dann eine Photovoltaikanlage installiert werden. Und auch sanierte Dächer müssen – so der Plan – künftig mit einer PV-Anlage ausgestattet werden. Doch während der Bund noch plant, sind einzelne Bundesländer bereits vorgeprescht. So gibt es zum Beispiel in Baden-Württemberg bei Häusern mit Baustart ab dem 1. Mai 2022 eine Pflicht zur Installation von Photovoltaik-Anlagen.

Und Besitzer von Bestandsimmobilien müssen bei einer umfassenden Dachsanierung ab dem 1. Januar 2023 ebenfalls eine Photovoltaikanlage installieren lassen.
In Schleswig-Holstein gibt es bereits seit dem 1. Januar 2022 ein überarbeitetes Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG): Wird neu gebaut oder mehr als zehn Prozent eines bestehenden Daches renoviert, dann ist auf Nichtwohngebäuden eine Solardachinstallation verpflichtend.

Förderung von Bund und Ländern

Immerhin: Bund und Länder fordern nicht nur, sie fördern auch. Bekannt ist bereits die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Zwanzig Jahre lang gibt es einen festen Vergütungssatz für jede eingespeiste Kilowattstunde. Doch Achtung: Die Vergütung fällt für neu in Betrieb genommene Photovoltaikanlagen mit jedem Monat der Inbetriebnahme geringer aus. Dennoch lassen sich mit der eigenen Photovoltaikanlage Investitionsrenditen von sechs bis acht Prozent erzielen.

Staatliche Finanzspritze von bis zu 50 Prozent

Eine weitere Alternative ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), deren zweite Stufe im Juli 2021 in Kraft getreten ist. Hier kann ein staatlicher Zuschuss von bis zu 50 Prozent der PV-Investition gewährt werden, wenn im Rahmen der energetischen Sanierung des Hausdaches eine Photovoltaikanlage installiert wird. Wichtig zu wissen: Es gibt keine Direktförderung durch die BEG speziell für Solaranlagen. Bei dieser Förderung geht es um die gesamte energetische Sanierung von Gebäuden. Die Installation einer Photovoltaik-Anlage ist ein Teil dieser energetischen Sanierung, da sie zur Energieeffizienz des Gebäudes beiträgt. Aber auch beispielsweise eine Dämmung des Daches begünstigt die Energieeffizienz und ist förderungsfähig.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Hausbesitzer den Strom selbst verwenden oder in ein öffentliches Netz einspeisen. Voraussetzung für diese Förderung ist jedoch der Verzicht auf die Einspeisevergütung. Auch für die Installation eines Solarstromspeichers lässt sich ein entsprechender Zuschuss beantragen.

Frühzeitiges Informieren ist wichtig

Wer sich dafür entscheidet, neu zu bauen, für den ist der Erneuerbare-Energien-Zuschuss für ein Effizienzhaus der EE-Klasse und der Nachhaltigkeitszuschuss für ein Effizienzhaus der NH-Klasse interessant. Die EE-Klasse erfüllt ein Haus unter anderem, wenn mindestens 55 Prozent der Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien stammt. Also beispielsweise die Heizungsanlage ihre Wärme zu mindestens 55 Prozent aus der Energie bezieht, die die Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert hat. Die NH-Klasse wird erreicht, wenn das Gebäude mit dem „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ zertifiziert wird. Hier werden ökologische, soziologische und wirtschaftliche Aspekte des Hauses in Bezug auf seine Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Wer aktuell plant, sein Eigentum zu sanieren oder eine Immobilie zu bauen, kann also eine Reihe an Förderungen in Anspruch nehmen. Über entsprechende Möglichkeiten sollte man sich aber genau und vor allem auch frühzeitig informieren, da die Anträge zumeist vor Baubeginn eingereicht werden müssen.

Viel Bewegung bei den Förderungen zu erwarten

Vorausschauend kann man sagen, dass das Thema Klimaschutz immer mehr Relevanz bekommt und durch die Politik in den Fokus gerückt wird. Beispiel hierfür ist die Öko-Novelle, die eine vollständige Versorgung durch erneuerbare Energien nun schon für 2035 anstatt 2050 plant. Attraktive finanzielle Anreize, bei diesem großen Plan mitzumachen, sollen geschaffen werden. In diesem Bereich wird in den kommenden Jahren mit viel Bewegung zu rechnen sein und man sollte sich darauf einstellen, dass kaum jemand um das Thema Klimaschutz herum kommen wird. Auch nicht bei der eigenen Immobile.

Dach im Gesamten fördern lassen

Wenn es um das Thema Dach und Förderung geht, ist die Installation einer Photovoltaikanlage nicht die einzige förderungsfähige Maßnahme. Für viele Einzelmaßnahmen, die zu einer Dachsanierung dazugehören, kann man sich finanzielle Unterstützung holen, wie zum Beispiel eine nachträgliche Dämmung des Daches oder der oberen Geschossdecke.

Auch ein neues Dachfenster oder die Gewinnung von Wohnraum durch eine Dachsanierung ist förderungsfähig. Eine genaue regionale und überregionale Recherche lohnt sich: Insgesamt stehen für die Dachsanierung über 1000 Fördermöglichkeiten unterschiedlichster Art zu Verfügung. Die allgemein bekanntesten überregionalen Förderstellen sind die BAFA (Amt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und die KfW (Kreditbank für Wiederaufbau).

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